KONVOY
Die zielgerichtete Ausgestaltung komplexer Kooperationsstrukturen in datengetriebenen Wertschöpfungsnetzwerken läuft bisher selten systematisch ab. Dies führt in der Praxis häufig zu Ineffizienzen, Ressourcenverschwendung und gescheiterten Partnerschaften. Für eine nachhaltige Wertschöpfungskonfiguration fehlen Ansätze, um wirtschaftliche, technische, organisatorische und soziale Dimensionen gleichermaßen zu berücksichtigen. Nur so können Akteurskonstellationen und Organisationsgrenzen hinweg vorausschauend konfiguriert und Potenziale verantwortungsvoll erschlossen werden.
Ein integratives Rahmenkonzept zur Konfiguration und Weiterentwicklung von Datenöko- und Arbeitssystemen im Kontext gemeinwohlorientierter Wertschöpfung wird im Rahmen des Projektes entwickelt. Mithilfe einer Taxonomie, Szenarien sowie formaler Modellierung und Simulation sollen Akteure ihre Kooperationen, Strukturen und Kompetenzen gezielt gestalten. Darüber hinaus werden die Entwicklungen der geförderten Projekte analysiert und für den Transfer aufbereitet, um mögliche Evolutionspfade sichtbar zu machen.
Um die Komplexität datengetriebener Wertschöpfungssysteme beherrschbar zu machen, setzt KONVOY auf einen ganzheitlichen Ansatz. Technische, organisatorische und soziale Dimensionen werden integriert betrachtet, um Wechselwirkungen sichtbar zu machen. Mithilfe einer Taxonomie und szenariobasierter Zukunftsbilder werden formale Modelle entwickelt, die eine Simulation verschiedener Konfigurationen ermöglichen. So können Akteure die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf das Gesamtsystem besser einschätzen.
Der Forschungsbeitrag liegt in der Entwicklung eines Rahmenkonzepts, das Modellierung, Simulation und Szenarien kombiniert. Damit werden nicht nur mögliche Evolutionspfade aufgezeigt, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Kooperationen und Strukturen abgeleitet. Die Ergebnisse schaffen belastbare Grundlagen für Entscheidungen in Forschung, Praxis und Politik und fördern den Transfer in datenbasierte und gemeinwohlorientierte Wertschöpfung.
Projektpartner:
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.