ProTraFo

Verbesserung des Wissenstransfers für kleine und mittlere Dienstleistungsunternehmen

© Agentur pixl

Ausgangssituation und Projektziel

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe stehen vor der Herausforderung, Forschungsergebnisse effektiv in ihre Praxis zu integrieren. Der Wissenstransfer ist oft unzureichend, was zu einer Innovationslücke führt. Das Projekt ProTraFo zielte darauf ab, Mechanismen für einen bedarfsorientierten Wissenstransfer zu untersuchen und geeignete Modelle, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Der Fokus lag auf KMU und dem Dienstleistungssektor, der einen großen Teil der Bruttowertschöpfung in Deutschland ausmacht, jedoch nur in geringem Maße eigene Forschung und Entwicklung betreibt.

Lösungsansatz und Forschungsbeitrag

Der Lösungsansatz des Projekts ProTraFo zielte darauf ab, den Wissenstransfer in kleinen und mittleren Dienstleistungsunternehmen (KMU) zu verbessern. Zunächst wurden bestehende F&E-Projekte der letzten zehn bis 15 Jahre analysiert, um den bisherigen Transferbedarf und die Wirksamkeit der Transfermaßnahmen zu ermitteln. Ergänzend dazu wurde eine empirische Studie durchgeführt, bei der Multiplikatoren aus dem Umfeld von KMU und Handwerksunternehmen befragt wurden. Ziel dieser Befragung war es, den bisherigen Transferbedarf und die Wirksamkeit der Transfermaßnahmen zu ermitteln.

Anschließend wurden Experten-Workshops durchgeführt, um die Analyseergebnisse zu reflektieren und neue Transferformate zu entwickeln. Diese Workshops dienten dazu, innovative digitale Transferformate zu sammeln und zu bewerten. Anschließend wurden diese Formate in der Praxis erprobt und evaluiert. Der Fokus lag dabei auf Formaten, die bisher wenig erforscht sind, wie Makeathons, Digital Challenges und virtuelle Rundreisen.

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurden Hinweise und Implikationen für den Wissenstransfer in Dienstleistungs-KMU formuliert. Dabei wurde besonders darauf geachtet, welche Formate sich speziell für diese Zielgruppe eignen und wie diese Formate effektiv eingesetzt werden können. Die Ergebnisse aus dem Projekt wurden in Form von Handlungsempfehlungen für die wichtigsten Akteure im Bereich des Wissenstransfers zur Verfügung gestellt.

Durch diesen strukturierten Ansatz sollen nachhaltige Lösungsansätze für den Wissenstransfer in KMU und Handwerk entstehen, die sowohl die Bedürfnisse der Unternehmen als auch die Anforderungen der Wissenschaft berücksichtigen.

 

Projektpartner

  • Fraunhofer IAO
  • Universität Siegen